Jyun Nappe aus Westerstede ist Weltmeister

Erfolge für Ammerländer Budosportler bei den IBF World Open Championships in Polen

Große Erfolge für den Verein für traditionellen Budosport (VTB): Bei den IBF World Open Championships am 11. und 12. Oktober 2025 im polnischen Bieruń konnten sich gleich mehrere Sportlerinnen und Sportler aus dem Ammerland auf internationaler Bühne beweisen. Allen voran der 18-jährige Jyun Nappe vom Gymnasium Westerstede, der in der Kategorie Kata Einzel (Formenlauf) den Weltmeistertitel errang.

In einer stark besetzten Klasse mit 22 Teilnehmern aus aller Welt kämpfte sich Jyun bis ins Finale der besten sechs Athleten vor. Mit präzisen, schnellen und kraftvollen Techniken beeindruckte er die Jury und setzte sich schließlich gegen die Favoriten des Turniers durch. Damit sicherte er sich den Titel des Weltmeisters.

Auch in der Disziplin Waffen-Kata (Formenlauf mit Waffen) zeigte Jyun herausragende Leistungen: Er erreichte das Finale und wurde nach einem Stechen Vize-Weltmeister. Besonders seine Spannung in den Bewegungen und die hohe Präzision überzeugten die Kampfrichter.

Für seine herausragenden Formen erhielt er zudem eine Sonderauszeichnung als bester Kata-Läufer des gesamten Turniers – eine herausragende Anerkennung seiner technischen Qualität.

Im Teamkampf trat Jyun Nappe für das Team Deutschland an. Nach einem souveränen Sieg über die Niederlande – vor allem durch seine starken Fußtechniken – unterlag das Team erst im Finale der Mannschaft aus der Ukraine und wurde damit Vize-Weltmeister.

Auch im Synchron-Kata war der Westersteder erfolgreich: Gemeinsam mit Mizuho Nappe (VTB Westerstede) und Carolin Schubert (VTB Rastede) überzeugte das Trio durch perfekte Synchronität und kraftvolle Ausführung. Nach dem Vize-Europameistertitel 2024 gelang dem Team nun der Vize-Weltmeistertitel.

Die beiden Athletinnen Mizuho Nappe und Carolin Schubert starteten außerdem im Teamkampf für den VTB. Nach einer Niederlage gegen die Niederlande konnten sie sich im Kampf um Platz drei gegen die Ukraine durchsetzen und holten sich damit Bronze. Auch im Einzel-Kata zeigten beide starke Leistungen, verpassten jedoch knapp eine Platzierung.

Im Einzelkampf Semikontakt startete am Sonntag dann auch Jonathan Hoffmann. In der Klasse bis 70 kg mit sieben Konkurrenten könnte er in zwei Kämpfen sein Können unter Beweis stellen. Im zweiten Kampf ging es nach einem Gleichstand in die Verlängerung, in der jedoch sein Gegner aus Belgien die Oberhand gewann.

Der Verein für traditionellen Budosport zeigte sich stolz über die Ergebnisse seiner Sportlerinnen und Sportler. „Diese Erfolge sind das Resultat jahrelangen Trainings, Disziplin und Teamgeistes“, betonte der Trainer.

Insgesamt zeigten die drei Ammerländer eine beeindruckende Leistung, die nicht nur ihre technische Stärke, sondern auch ihren sportlichen Ehrgeiz und Teamzusammenhalt unter Beweis stellte.